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Author:
Oscar Sala Titel: Pioniere der elektronischen Musik S.136-138
geändert-Sokrates
Die Geschichte des Jungle / Drum & Bass
Der
Breakbeat war eine Form der Underground Musik die urspünglich in
den späten 70ern aus den USA gekommen ist. Frankie Bones hat in
seinen frühen DJ-Jahren Breakbeat Musik geschaffen indem er zwei
gleiche Platten mit jeweils unterschiedlicher Geschwindigkeit und
ein wenig Verzögerung übereinander gelegt hat. Das hat einen asynchron
Beat geschaffen der die Leute verrückt gemacht hat. Sein Lied "Bones
Breaks" war ein Vorreiter, wenn nicht sogar die Erfindung von Breakbeat.
In den späten 80ern brach dann die House Musik über den UK ein (speziell
in London). House wurde mit Breakbeat kombiniert und es entstand
Jungle, welches heute Drum &Bass genannt wird.
Ungfähr 1990 hebte sich Jungle von der üblichen Dance-Szene ab.
Kickin' und Shut up & Dance Record Labels begannen Breakbeat, House,
Hip-Hop, Reggae, Techno und Dub zu Vereinen und nannten es Jungle.
Der Name stammt von einem Club in London der "Jungle" hieß und wo
die ersten Experimente mit dieser Musik gespielt wurden. Der Begriff
"Jungle" blieb noch bis 1993 im Underground.
DJ Hype schaffte Breakbeat, indem er bei Phantasy FM House
und HipHop auf 45 RPM spielte. Später hat er unter dem Namen The
Scientist einige der ersten Jungle Tracks co-produziert. Darunter
waren z.b. Tracks wie "Excorcist" und "The Bee". Telepathy - einer
der ersten Hardcore Jungle Clubs startete im November. Mickey Finn
erschuf den Track "Bionic Man" welcher die gleiche Idee wie "Excorcist"
benutzte. 1992 war das Jahr indem die Hardcore Musik ihre Spitze
erreichte.
Jungle wurde oft mit Hardcore in Verwechslung gebracht, was auch
damals sehr ähnlich war. Hardcore orientierte sich aber mehr an
einem 4/4 Beat und nicht wie Jungle an einem asynchronen Rythm-Loop.
Jungle hat seinen Weg zu einem größeren Puplikum gefunden während
Hardcore mehr als Anfänger der Dance-Szene gesehen wurde. Jungle
und Hardcore wurde oft bei den gleichen Events gespielt und manchmal
wussten sogar die Artists nicht, ob sie nun gerade Jungle oder Hardcore
spielen. Beide Styles existierten in Gemeinsamkeit unter dem gleichen
Dach, so daß es keine eigene Jungle-Szene gab.
Johnny Jungle (heute bekannt als Pascal) hat einen Hit gemacht der
"Johnny" hieß und das war der Anfang einer neuen Era. Johnny L hebte
die Breaks von dem Hardcore hervor und machte den Track "Hurt You
So" auf XL Recordings. 4Hero, LTJ Bukem, Grooverider, DJ Hype und
andere zukünftige Jungle Produzenten orientierten sich nun auch
mehr an die Breaks und der wahre Jungle erblickte das Licht.
1993 war dann Schluß mit der Verwirrung. Hardcore und der Twin Brither
Happy Hardcore bewegte sich mehr zur progressiven Seite und Jungle
blieb bei den Breakbeats. Wie im Jahr 1992 haben Producer wie z.b.
Wax Doctor dunkle Basslines hinzugefügt. An diesem Punkt hat Jungle
letzendlich seine eigene Identität gefunden. Engagierte Künstler
wie Roast, Roller Express, Telepathy und Desire begannen auf einer
wöchentlichen Basis zu arbeiten. Andy C wurde groß durch seinen
Track "Valley Of The Shadows" - einen Zeitlosen Jungle Hit. Ed Rush
machte den Darkcore-Track "Bloodclot Attack" während LTJ Bukem sich
mit der Ambient-Musik beschäftigte. Künstler wie z.b. Omni Trio
stürmten die Jungle-Szene mit "Renegade Snares" und Foul Play remixte
es sogar noch besser wodurch es für immer in unseren Erinnerungen
blieb. Sowie die Produzenten vom Hardcore zum Breakbeat übergingen,
wuchsen auch ihre technischen Skills, welche den Jungle von geöhnlichen
"speeded up"-Vocals entlastet haben.
1994 war der Höhepunkt des Jungle. In Clubs wie z.B. AWOL
(A Way Of Life), Jungle Rush, Jungle Fever, Thunder And Joy, Roast
und Thrust lief fast nur noch Jungle. In diesem Jahr wurde Jungle
am meisten von Ragga Basslines und Rasta Vocals beeinflußt. Dream
Team (Bizzy B. und DJ Pugwash) kamen mit dem Track
"Yeah Man" welcher auf den Piraten-Sendern weitere 4 Monate lief.
DJ Hype gründete mit DJ Zinc und Pascal das
Label Ganja, welches später zu einem der Hauptlabels der
Szene wurde. Die Anzahl der Piratensender stieg rapide an. Kool
FM war die Hauptquelle von Jungleauffrischungen für die Leute
Jungle und hielt das aufrecht, was Rave vor 2 Jahren verloren hat.
Krome und Mr.Time haben einen klassischen, legendären
Track gemacht der "The Licence" hieß. Er beinhaltete Samples
von Papa-Levi & Saxon Sound. - Ein Track, der die Meute rasend
gemacht hat. Die Jungleatmosphäre blieb frisch und fröhlich. Das
Phänomen war ausschließlich auf London basiert und hatte niergendwo
etwas vergleichbares. Labels wie Tearin Vinyl, Rugged Vinyl,
Ganja Kru, Joker, Reinforced, Certificate 18, Photek Recordings,
Prototype, Liftin Spirit und Ram waren eine frische Quelle mit
Jungle. DJ Rap hat auf ihrem Label Proper Talent den
Track "Intelligent Woman" mit Ragga Einflüßen und Vocals von Candy
herausgebracht. DJ Hype machte den Track "Tiger Style", während
Dillinja den ausgereiften Track "Sovereign Melody"
veröffentlicht.
Zu dieser Zeit habe sogar Fantazia und Telstar erkannt, daß Jungle
sehr populär geworden ist weswegen Fantazia die Compilation "Fantazia
takes you into the Jungle" und Telstar "Jungle Mania" herausbrachten.
Am Ende des Jahres entwickelte sich dann ein Ableger. Unter dem
Namen "Drum & Bass" wurde die "newschool" des Jungles geboren.
Zu den Vätern gehörten bekannte DJs wie LTJ Bukem, Fabio, Doc
Scott, Grooverider, Photek und Dillinja welche sich nach einem
frischeren Sound und großartigen Akustikeffekten orientiert haben.
Als Drum & Bass langsam aber sicher seinen etwas anderen Style anvisierte
wurde Jungle langsam weggespült.
1995 wurde der "Rolling tune" erfunden. P-Funk's "P-Funk
Era" war der Tune der die Rollingzukunft definiert hat. DJ Krust
kam mit den tötlichen Tracks 'Set Speed' und 'Angels' - "When you
can't see the angels no more, you're in trouble!"; Firefox kam mit
'Bonanza Kid' während Urban Shakedown "The Arsonist" mit seinen
Ragga Vocals kam. Obwohl es rauher wurde, blieb die Atmosphäre änliche
wie 1994.
1995 war das Jahr der Komerzialisierung. Goldie brachte 'Timeless'
raus, welches sich alleine in England über 150.000 Mal verkaufte.
Goldie hat sich darauf hin konzentriert sein eigenes Label Metalheadz
zu gründen. Dort hat sich dann DJ Dextrous als J Majik wiedergefunden.
Goldie nahm Künstler wie Doc Scott, Dillinja, Photek, Peshay und
Lemon D unter Vertrag um den Drum & Bass zu pushen. 4 Hero remixte
dann den legendären Track "Mr Kirk's Nightmare". 1995 verblasste
das Erscheinungsbild des Jungles, weil die führenden Künstler mehr
zum Mainstream gingen. Der Club DLB war einer der wenigen, die das
Feuer am leben erhielten.
1996 war auch das Jahr, indem sich der Drum 'n' Bass-Style
gesplittet hat. Grooverider's Gebiet "Hardstep" erreichte Mainstream-akzeptanz,
was eine Mischung aus Jungle und Hip-Hop war (was früher Roller
Tune genannt wurde). Der "Step" war ein rauherer, stärkerer Beat
und mehr mit einem 4/4 Rhythm als mit Breakbeat gemeinsam.
"Intelligent Drum & Bass" Tracks haben als Merkmal das sie ambient/jazz
Teile enthalten. "Dark" oder "Darkstep" Drum & Bass wurde von Grooverider
gepusht wobei der Name für sich selber spricht. "Experimental" Drum
& Bass ist eigentlich nie aus dem Underground herausgekommen und
ließ sich nur dadurch charakterisieren daß es keins der oben genannten
ist. Adam F wurde bekannt mit dem legendären Track "Circles". "Valley
of the Shadows" welcher für die meisten unter dem Namen "31 seconds"
bekannt war, wurde Origin Unknown auf Ram wiederveröffentlicht und
wurde einer der besten Jungletrack in dem Jahr.
1997 - Drum & Bass DJs wurden von House orientierten Clubs
gebucht; Ministry of Sound haben Drum & Bass Sessions gemacht. Was
war los? Roni Size bildete einen Reprazent Campus, wo DJ Die, DJ
Suv, Krust und Roni Size zusammen kamen. Roni size releaste den
Track "Share The Fall" der sofort von Grooverider's Dark Remix gefolgt
wurde. Verschiedene Drum & Bass Styles gingen ihren eigenen Weg.
Roni Size's "Brown Paper Bag" wurde gleich ein Aushängeschild
nach seiner Veröffentlichung. Es gab sehr viele Newcomer in der
Szene wie z.b. Boymerang. Techstep scheint der ultimative Style
des Jahres zu sein. Jonny L tauchte wieder aus der Vergangenheit
auf und brachte den Hardcore-track "Piper".
Die Jungle Breaks sind aus den meisten Liedern verschwunden. World
Dance haben ihren "letzten" (so wie sie sagten) rave im Lydd Airport
veranstaltet. "Hier ist eure letzte Chance bevor ein weiters Kapitel
in der 'Rave Geschichte' zu ende geht!" Konnte man auf ihrer Werbung
lesen die überall in Londin aushing. 5 Telepathy Raves und Last
Innovation Ever fanden im Camden Palace am 30. August statt.
1997 waren aber Labels die versucht haben die "Mode" zu übergehen.
Juice, Splash, Back 2 Basics und Second movement veröffentlichten
ihre harten und undergroundigen Tracks. - MTS' "Hard Disk", New
Concepts 14.98 und viele andere enthielt Dom & Rolands exzellente
Arbeit.
1998 - Das Ende der Styleaufsplitting. Die Szene ist endlich
wieder zusammen. Nichts ist techstep, hardstep, intelligent etc.
Etc. Es ist alles Drum & Bass. Labels wie True Playaz, Frontline,
Juice, Splash, Timeless, Dread machten wieder Break Tunes - Slow
Down, das Real Vibes Album und der niemals vergessene Top-Track
Frozen Remix von Dom & Roland. DJ Ron machte den schönsten Comeback
mit der Future Dubwise E.P.
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